Die Frauenquote muss her – Schluss mit der Diskriminierung von Frauen

Da kämpfen die Soldat_innen für Frauenrechte in Afghanistan, da streiten die beiden Ministerinnen von der Leyen und Schröder um eine 30 % Quote in der Privatwirtschaft, die Bundeskanzlerin Merkel spricht das BASTA und im Bundestag bestimmt die Kommission “Wachstum, Wohlstand und Lebensqualität” 17 Experten und nicht eine Expertin. Ja, gelten denn Frauenrechte im eigenen Land auch überhaupt nichts? Frauen protestiert schriftlich postalisch, per mail oder telefonisch, aber protestiert, auch wenn die Antworten teilweise sehr niederschmetternd sind. Ohne Proteste ändert sich garantiert nichts. Die Infos dazu findet Ihr unter: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/gremien/enquete/wachstum/index.jsp , die e-mail-adresse lautet: enquete.wachstum@bundestag.de .

1. Ein Brief:

Sehr geehte Frau Vorsitzende, Frau Kolbe,

sehr geehrte Mitglieder in der Enquete-Kommission,
Frau Andreae, Frau Arndt-Bauer, Frau Bögel, Frau Leidig, Frau Lotzer, Frau Skudelny, Frau Vogelsnag, Herr Bernschneider, Herr Bilger, Herr Friedrich, Herr Dr. Heider, Herr Kaczmarek, Herr Dr. Middelberg, Herr Dr. Nüsslein, Herr Dr. Ott, Herr Dr. Zimmer,

mit Freude habe ich gesehen, dass die Enquete-Kommission “Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität” eingerichtet worden ist, um Wege zu nachhaltigem Wirtschaften aufzuzeigen.

Selbstverständlich bin ich davon ausgegangen, dass Sie in ihre Betrachtungen “Das ganze der Arbeit” und nicht nur die Erwerbsarbeit und das Wirtschaftswachstum in den Blick nehmen werden. Seit Jahrzehnten weisen Frauen: Fachfrauen und Hausfrauen, Ökonominnen, Ökologinnen, Oecotrophologinnen, Politikwissenschaftlerinnen, Soziologinnen etc., darauf hin, dass die Grundlage der Ökonomie die unbezahlte Frauenarbeit, die Care-Ökonomie, ist und unbedingt mit einbezogen werden muss, wenn nachhaltiges Wirtschaften das Ziel sein soll.

Bereits durch die Berufung der ausschließlich männlichen Sachverständigen wird deutlich, dass diese Perspektive offensichtlich niemandem der siebzehn Bundestagsabgeordneten ein Anliegen ist. Bewußt oder unbewußt grenzen Sie die Sichtweisen von Frauen und die Arbeit von Frauen bereits zu Beginn komplett aus.

Um die Arbeit der Kommission im Sinne einer ganzheitlichen Auseinandersetzung  gestalten zu können, ist es aus meiner Sicht unverzichtbar, ebenfalls 17 Expertinnen zu berufen, um die aktuell bestehende personelle und inhaltliche Geschlechterdiskriminierung aufzuheben. Denn es ist ebenfalls unverzichtbar, eine inhaltliche Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen.

Ich erwarte eine entsprechende Debatte über die personelle Korrektur in jeder Fraktion und der nächsten Sitzung der Kommission mit einer anschließenden Korrektur der personellen Besetzung und damit verbunden der weiteren Arbeit, die Gendermainstreaming praktiziert.

Mit Spannung erwarte ich die Antworten der Fraktionen und der Kommission.

2. Die Antworten:

Antwort 1:

vielen Dank für ihre Mail. Ich könnte es tatsächlich ganz kurz machen, denn Sie sprechen mir mit ihrem Anliegen aus der Seele. Zumindest in meiner Fraktion habe ich auf diesen Mis sstand schon aufmerksam gemacht und ich weiß, dass auch in den Gliederungen zumindest meiner Partei, der SPD, das schon zu heftigen Diskussionen geführt hat. Leider ist das in der jetzigen Kommission nicht mehr heilbar, aber mir ist wichtig, künftig solchen Missstände rechtzeitig entgegenzuwirken.

Es ist keine Entschuldigung, aber zumindest eine Erklärung, denn jede Fraktion hat ein Kontingent (SPD: 4 ) an Expertinnen und Experten, die sie vorschl agen können. Und dann muss der oder die nicht nur in der fachlichen Lage sein, sondern auch in der Zeitlichen.

Als ich auf das Problem der fehlenden Frauen hinwies wurde mir gesagt, man hätte keine finden können. Nicht dass es keine gäbe, aber die angefragten weiblichen Expertinnen konnten aufgrund verschiedener Umstände ihre Teilnahme nicht zusagen. Vielleicht liegt das auch daran, dass Männer aufgrund ihres Standes in der Familie immer noch eher bereit sind zusätzliche Aufgaben zu übernehmen, als beruflich gleichgestellte Frauen, die eben häufig immer noch mehr zusätzlich in der Familie eingespannt sind.

Ich glaube nicht, dass dieses wichtige Thema bisher “nur” ein von Männern beherrschter Bereich ist. Und das nur Männer die sachverständige Grundlage künftiger politischer Entscheidungen in diesem Bereich treffen können. Denn jetzt bringen alle Sachverständigen nur ihre männliche Sicht ein.

Nun liegt es an uns Parlamentarierinnen und ihren Mitarbeiterinnen in der Enquete Kommission dieser Männersicht auf die Dinge etwas entgegenzusetzen. Dazu bin ich gern bereit und werde diese wichtigen zukunftsweisenden Themen nicht der männlichen Sichtweise überlassen.Ihre Mail bestärkt mich in diesem Punkt.

Mit freundlichen Grüßen Ingrid Arndt-Brauer, MdB

Antwort 2:

vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich kann Sie beruhigen,  ich selbst bin eine Frau. Und habe auch vor, es zu bleiben. Ich freue mich, dass die FDP Fraktion mich zur Obfrau in der Kommission ernannt hat.
Mit freundlichen Grüßen Claudia Bögel

Antwort 3:

vielen Dank für Ihre E-Mail. Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Arbeit der Enquete-Kommission und des Bundestages.

Die Auswahl der Sachverständigen trifft jede Partei für sich, so dass man in dieser Phase keinen Überblick über alle Sachverständigen hat. Dabei darf jede Partei so viele Sachverständige benennen, wie sie Abgeordnete für die Kommission stellt. Im Rahmen der Auswahl der Sachverständigen haben sich bei der FDP nur männliche Experten gemeldet.

Wir wissen nicht, wie die Auswahl der Sachverständigen bei den anderen Parteien vorgenommen wurde.

Wir teilen Ihre Ansicht, dass es um eine ganzheitliche Auseinandersetzung mit dem Thema nachhaltiges Wirtschaften geht und dazu selbstverständlich auch die Einschätzungen von Frauen wichtig sind.

Für Ihren Hinweis sind wir Ihnen sehr dankbar. Uns selbst ist diese Tatsache vorher nicht aufgefallen. Wir werden diesen Punkt ansprechen und den parlamentarischen Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion darauf hinweisen. Dabei werden wir deutlich machen, dass zumindest beim nächsten Mal eine angemessenen Berücksichtigung von Frauen stattfindet bzw. dass diese direkt angeschrieben werden, sofern sie sich nicht selbst melden.

Eine Berücksichtigung dieser Angelegenheit im Rahmen der Besetzung der jetzigen Enquete-Kommission ist sehr wahrscheinlich leider nicht mehr möglich.

Von den drei Abgeordneten, welche die FDP für die Enquete-Kommission stellt, sind zwei davon Frauen. In der FDP sind die Frauen in der Enquete-Kommission daher gut vertreten.

Wir geben Ihnen gerne Bescheid, welche Rückmeldung wir auf dieses Anliegen erhalten.

Mit freundlichen Grüßen Anna Mainzer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Abgeordnetenbüro Judith Skudelny

Antwort 4

für Ihre E-Mail vom 27. Januar 2011 danke ich Ihnen und möchte Ihnen gerne in meiner Eigenschaft als Vorsitzende der Enquete-Kommission antworten.

Mitglieder einer Enquete-Kommission sind zum einen Abgeordnete des Deutschen Bundestages und zum anderen – das macht die Besonderheit des Gremiums aus -
Sachverständige mit Fachkenntnissen aus dem jeweiligen Fachgebiet, die  nicht dem Bundestag angehören. Insgesamt gehören der Enquete-Kommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität acht Frauen aus den Reihen der parlamentarischen Mitglieder an, darunter drei Obfrauen und die Vorsitzende. Der Sachverstand und die Arbeit von Frauen sind insofern keineswegs ausgegrenzt. Dagegen findet sich – wie Sie kritisch anmerken – keine Frau unter den Sachverständigen. Wenngleich die Kompetenz und Exzellenz der Sachverständigen in jeder Hinsicht außer Frage stehen, kann ich Ihre Kritik bezüglich der geschlechtsspezifischen Zusammensetzung der Kommission nachvollziehen. Die sachverständigen Kommissionsmitglieder werden weder vom Bundestag  noch von den parlamentarischen Mitgliedern der Kommission, sondern von den Fraktionen unabhängig voneinander benannt.

Soweit Sie in Ihrer Zuschrift auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit eingehen und kritisch zu bedenken geben, dass auch die – oftmals – unbezahlte Arbeitsleistung von Frauen mit einbezogen werden muss, so möchte ich Ihnen versichern, dass auch dieser Aspekt ganz sicher eine Rolle bei der Arbeit unserer Enquete spielen wird. Es ist eine der wesentlichen Schwächen des Bruttoinlandprodukts (BIP), dass beispielsweise ehrenamtliche Arbeit – aber gerade auch die unentgeltliche Arbeitsleistung vieler Frauen – nicht angemessen abgebildet werden. Gerade bei dieser Kritik setzt die Kommission an und will dem BIP einen Indikator zur Seite stellen, der Faktoren wie z. B. Bildungschancen, Gesundheit, intakte Umwelt, aber eben auch unentgeltlich geleistete Arbeit besser abbildet.

Meine Aufgabe als Vorsitzende ist die Leitung der Arbeit der Kommission im Sinne des Einsetzungsauftrags. Dieser schreibt neben den zu bearbeitenden Aufgaben auch die Größe und Zusammensetzung der Kommission nach Fraktionen zwingend vor. Insofern ist eine Erweiterung der Kommission um weitere Sachverständige ausgeschlossen. Daher bitte ich Sie  hinsichtlich der von Ihnen geforderten Neubesetzung der Kommission um Verständnis dafür, dass ich nicht in der Position bin, die Zusammensetzung der Enquete-Kommission zu ändern. Ihre Kritik werde ich daher den parlamentarischen Mitgliedern der Kommission und den Fraktionen zur Kenntnis bringen. Um dem Aspekt der Ausgewogenheit des Spektrums politischer Perspektiven und Sachverstands sowie der Chancengleichheit der Geschlechter Rechnung zu tragen, werde ich mich dafür einsetzen, den Geschlechteraspekt bei der Auswahl der zu Anhörungen der Kommission eingeladenen Sachverständigen angemessen zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüßen Daniela Kolbe, MdB

Antwort 5

Sie haben Recht -   es ist wirklich eine Schande, dass unter den 17 Sachverständigen keine einzige Expertin ist. Mea culpa. Wir werden tun was wir können um über ExpertInnenkreise und bei Anhörungenso viel weiblichen Sachverstand wie möglich einzubinden. Seien Sie versichert dass Ihr Aufschrei und der vieler KollegInnen (ja, auch von Männern) gewirkt hat – und nachhaltig in die Zukunft wirken wird!

Ihr Hermann Ott

 

 

Weitere Links:

http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/muenster/hochschule/1489787_Gibt_es_nur_maennliche_Experten.html

http://www.sueddeutsche.de/karriere/bundestag-beruft-reine-maenner-kommission-man-bleibt-mann-1.1053585

http://www.attac-netzwerk.de/gender-ag/bildungsbausteine/detailansicht/datum/2011/02/03/wachstums-enquete-ohne-weibliche-sachverstaendige-erregt-protest-1/?cHash=53a1cca626bed902018eca21cb525dd5

Februar 4, 2011 at 5:48 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

“Markus Lanz – Pleite fürs Zweite”

Auf der Seite Laut & Luise ist die Glosse von Luise Pusch zur ZDF-Talkshow zu finden, auf die wir gerne hinweisen:

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/blog oder

http://www.fembio.org/biographie.php/frau/comments/markus-lanz-pleite-fuers-zweite/

Dezember 12, 2010 at 10:26 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

Das ‘Bedingungslose Grundeinkommen’ – die Rettung oder voll der Griff ins Klo

Im November 2010 wurde die Petition zum ‘Bedingungslosen Grundeinkommen’ erstmals beraten. Nach dem Einstieg mit einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss wird dieser in der nächsten Sitzung darüber entscheiden.

Susanne Wiest hatte im Dezember 2008 eine entsprechende Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet, in der ein bedingungsloses Einkommen von 1.500 € für jeden Erwachsenen und 1.000 € für jedes Kind statt der bisherigen Sozialleistungen gefordert wurde. Der Vorschlag ist, alle bestehenden Transferleistungen, Subventionen und Steuern abzuschaffen und nur eine Konsumsteuer einzuführen, mittels derer die Staatseinnahmen gesichert werden. Da 52.973 weiteren PetentInnen  die Initiative der Grundeinkommensaktivistin und Tagesmutter unterstützten, wurde eine Beratung im Petitionsausschuss erreicht.

Für ein würdevolles Leben brauchen die Menschen ein Einkommen, sagte Frau Wiest vor dem Ausschuss, als sie ihre Petition vorstellte. Auf Menschen, die keinen Arbeitsplatz und kein Einkommen haben, werde immenser gesellschaftlicher Druck ausgeübt, kritisierte sie den aktuellen Umgang mit Erwerbsarbeitslosen. Dieser Druck sei mit der Würde des Menschen nicht vereinbar. Dabei gebe es genug „sinnvolle Arbeit“, erklärte die Petentin weiter, auch wenn diese teilweise gar nicht oder zu schlecht bezahlt werde.  Das Hauptproblem sei also die Einkommenslosigkeit. Das Grundeinkommen könne den finanziellen Rahmen dafür geben, dass sich die Menschen ohne Druck neu orientieren könnten. „Es schafft Sicherheit und gewährt Teilhabe“ schloss Susanne Wiest .

Der Unionsabgeordnete Paul Lehrieder zeigte sich skeptisch, befand es „durchaus verlockend“, befürchtete aber, dass die Motivation zur Arbeitsleistung nicht erhalten werden könne. Herr Thomae von der F.D.P. fand es schwer vermittelbar, dass ein solches Grundeinkommen auch an Vermögende gezahlt werden solle. Katja Mast von der SPD sah in der Diskussion einen Beleg für die „lebendige Demokratie“ und Ingrid Remmers von der Fraktion Die Linke hielt „systemverändernde“ Vorschläge zu diskutieren für durchaus legitim. Wolfgang Strengmann-Kuhn von B90/Grüne stellte fest, dass das Thema von großer Bedeutung sei und schon breit in der Gesellschaft und auch in allen Parteien diskutiert werde.

Die Bundesregierung, vertreten durch den Parlamentarischen Staatssekretär Brauksiepe, erklärte die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in der vorgeschlagenen Form für falsch.  Der Sozialstaat, so die Auffassung, habe sich auch in Krisenzeiten bewährt. Zudem sei damit zu rechnen, dass es zu „problematischen Auswirkungen auf die Arbeitsanreize“  komme.

Aus Sicht der Petentin seien negative Auswirkungen auf die Bereitschaft zur Arbeitsaufnahme nicht zu erwarten. Sie sei schon vielfach mit diesen Argumenten konfrontiert worden, sagte sie. Jedes Mal, wenn sie ihr Gegenüber aber gefragt habe, ob sie oder er im Falle eines bedingungslosen Grundeinkommens nicht mehr arbeiten würde, sei dies verneint worden. „Jeder denkt, dass der oder die andere nicht mehr arbeiten würde. Im Grunde wollen aber alle weiter arbeiten“, fasste Susanne Wiest ihre Erfahrungen zusammen.

Nicht nur Die Linken sind zwiegespalten, wenn es um das ‘Bedingungslose Grundeinkommen’ geht, es gibt in allen politischen Lagern BefürworterInnen und GegnerInnen.  Nachdenklich sollte aber stimmen, dass gerade von UnternehmerInnenseite das Modell von dem ehemaligen Besitzer der Drogeriemarkt-Kette dm Werner Götz gepuscht wird, das auch von Susanne Wiest als Finanzierungsvorschlag in ihre Petition eingeflossen ist.

Mit der Entkoppelung von Erwerbsarbeit und Lohneinkommen und der Einführung des ‘Bedingungslosen Grundeinkommens’ sehen Unternehmen die Chance für sich.  Wenn alle Sozialbeiträge und alle direkten Steuern wegfallen, sparen sie Milliarden. Ihr Besitz bleibt ihnen zur ausschließlichen Gewinnmaximierung.  Für die GrundeinkommensbezieherInnen wird es aber kein freies Arbeiten, keine Teilhabe an den Produktionsmitteln, keine Mitbestimmung bei Produktionsablauf oder Arbeitsgestaltungen, keine Entscheidungsbefugnis über die Produktion, die Ausschüttung der Gewinne und Re-Investition in den Betrieb geben, sondern nur eine geringe Aufstockung des ‘Bedingungslosen Grundeinkommens’.

Dezember 8, 2010 at 4:11 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

GEW fordert Mindestlohn in der Weiterbildung

“Gute Bildung braucht Qualität und Qualität hat ihren Preis” heißt es in dem Weimarer Aufruf.  Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner verlangen einen Mindestlohn in der Weiterbildung. Der Tarifvertrag wurde bereits 2007 abgeschlossen. Seither fehlt die Entscheidung der Ministerin für Arbeit und Soziales, Ursula von der Leyen, den Branchentarifvertrag Weiterbildung für allgemeinverbindlich zu erklären.  Mit besonderer Empörung wird die Begründung für ihre Ablehnung aufgenommen.  Denn von der Leyen ist der Auffassung, dass es dafür kein öffentliches Interesse gäbe.

Anlässlich der Herbstakademie Weiterbildung der GEW und anderer Träger der Erwachsenenbildung am 5./6. November 2010 initierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Weimarer Aufruf, um die Ministerin nachdrücklich aufzufordern, den Branchentarifvertrag endlich für allgemeinverbindlich zu erklären.

Weitere Informationen und die Unterzeichnung des Aufrufs ist möglich unter:

http://www.gew.de/Den_Weimarer_Aufruf_unterzeichnen.html

November 24, 2010 at 7:40 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Geben Sie Ihr “letztes Hemd”!

Wäscheleine-Aktion im September in Berlin

GEBEN SIE IHRE LETZTE BLUSE! ……….. Geben SIE IHR LETZTES HEMD!

Wenn Anfang September das erste Mal im Bundestag über das Sparpaket beraten wird, wollen wir gemeinsam mit Arbeitslosen-Initiativen, Gewerkschaften und Sozialverbänden mit einer großen Aktion für ein sozial gerechtes und geschlechtergerechtes Sparpaket protestieren.

Der Aktionsplan:

Viele Campact-Aktive spannen auf der Wiese vor dem Bundestag eine hunderte Meter lange Wäscheleine, an der möglichst viele „letzte Hemden“  im Wind flattern.  Sie sind mit Slogans und Forderungen für eine gerechte Politik bemalt.

Die Aktion kann nur gelingen, wenn tausende Hemden, Blusen und T-Shirts aus der ganzen Republik zusammenkommen.

Bemalen auch Sie Ihr „letztes Hemd“ mit Ihrer Botschaft an die Regierung und schicken Sie es an:

Campact e.V. – „Letztes Hemd“    – Artilleriestr. 6     27283 Verden.

Machen Sie mit!  Machen Sie die Aktion bekannt und werben Sie auch  in Ihrem Bekanntenkreis dafür.

Weitere Infos unter  http://www.campact.de/spar/letzteshemd

siehe auch: http://kalinen.wordpress.com

Juli 19, 2010 at 5:45 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Aufruf zur Demonstration am Samstag 10.7.2010: Münster steht auf! Für soziale und geschlechtergerechte Umverteilung.

Münster steht auf!

Für eine soziale und

geschlechtergerechte

Umverteilung.

.

Kommt zahlreich zur

Demonstration

am Sa. 10. Juli

um 12 Uhr

Windthorststr.

gegenüber dem HBF Münster.

Bündnis Münster Solidarisch

Weitere Infos dazu unter                                    www.muenster-solidarisch.de

Juli 2, 2010 at 11:40 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

Sozial und geschlechtergerecht geht anders!

„Lewe wirbt mit Großplakat für Sparkurs“ war Anfang Juni in allen Zeitungen zu lesen. Die fünfte Konsolidierungsrunde wird eingeläutet. Und wieder wird alles auf den Prüfstand gestellt. Doch manches davon ist nur zur Täuschung. Die Last tragen sollen wieder diejenigen, bei denen in den letzten Jahren bereits gekürzt worden ist. Das zeichnet sich bereits jetzt schon ab. “Münster spart und bleibt handlungsfähig”. Die Schwächsten werden dafür erneut zur Kasse gebeten.

Münster - Stadthaus I - im Juni 2010

Eines ist sicher: Dieses Plakat hätte sich OB Lewe auf jeden Fall sparen können. Es schadet, weil es sexistisch und rassistisch ist.  Stellen Sie sich bitte einen Moment  das Bild des Oberbürgermeisters statt der drei Paar Männerbeine im Schottenrock vor. Weder das eine noch das andere ist vertretbar. Also runter mit diesem diskriminierenden Plakat.

In den Artikeln wird deutlich, dass zwar behauptet wird, alles müsse überprüft werden, dass aber nicht alle Ankündigungen ernst gemeint  sind. Wie sonst ist es zu verstehen, dass die CDU sofort  „auf Distanz zu Steuererhöhungen“ geht. Auch die F.D.P. distanziert sich umgehend von solchen Vorschlägen. In anderen Bereichen wie im Sozial-, im Kinder- und Jugend-, im Schul- oder Gesundheits-bereich wird bereits zum fünften Mal konsolidiert.  Jetzt sollen auch die Pflichtaufgaben einbezogen werden. Geschlechtergerechte Konsolidierung des Städt. Haushalts ist dabei ebenso wenig ein Ziel wie bei den jährlichen Haushaltsaufstellungen. Wer nach den Kürzungen  die Lasten anschließend tragen muss, das wird auch nicht geprüft. In vielen Bereichen, insbesondere im Kinder-, Jugend-, Schul- und Sozialbereich,  sind es überwiegend die Frauen und Mütter, doch das interessiert die Stadt nicht. Sozial gerecht und geschlechter-gerecht geht anders.

Juni 21, 2010 at 3:00 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Ein Beitrag von unserem jüngsten Mitglied

Feuerwehrauto

Juni 15, 2010 at 8:21 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Kein Mehrbedarf für behinderte Kinder

Hartz-IV-Zuschlag für schwerbehinderte Kinder abgelehnt

Schwerbehinderte Kinder von Hartz-IV- Empfängern haben keinen Anspruch auf zusätzliche Leistungen. Das Bundessozialgericht Kassel wies die Klage einer Gelsenkirchener Familie ab, die für ihren sechsjährigen Sohn Mehrbedarf wegen Schwerbehinderung geltend gemacht hatte.

Im konkreten Fall klagten Eltern für ihren sechs Jahre alten Sohn auf einen Mehrbedarfszuschlag. Das Wachstum des Kindes sei stark entwicklungsgestört und das Kind kann bislang noch nicht laufen. Die Kläger argumentierten, durch die Behinderung des Kindes haben sie mehr laufende Ausgaben als vergleichbar andere Eltern. Vor allem die Beförderung des Kindes verursache Mehrausgaben.

Wem dieser Zuschlag bewilligt wird, erhält um 17 Prozent höhere Leistungen. Auch auf die Härtefallregelung, die das Bundesverfassungsgericht in seinem Hartz-IV-Urteil angemahnt hatte, können sich die Eltern nach Urteil der Kasseler Richter nicht berufen.

(Quelle: gegen-hartz.de)

Hier geht es zum Weiterlesen…

Mai 8, 2010 at 6:29 nachmittags Hinterlasse einen Kommentar

Das MALTA – Frühlingsfest

Auch in diesem Jahr findet das beliebte MALTA – Frühlingsfest wieder statt.

Selbstverständlich sind alle  herzlich eingeladen, am 27.5.2010 in der Zeit zwischen 11 und 22 Uhr in Münsters ArbeitsLosenTreff Achtermannstr, im MALTA vorbei zu schauen und mit zu feiern.

Es ist die beste Gelegenheit, das MALTA-Team, die Räume und Angebote

* für erwerbsarbeitslose Frauen und Männer, die auf der Suche nach einem Job sind, sich austauschen wollen oder Unterstützung bei Behördengängen wünschen,

* für Jugendliche, für Mädchen und Jungen, die sich beruflich orientieren, einen Ausbildungsplatz, eine Fach- oder weiterführende Schule besuchen wollen oder

* für Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, kennen zu lernen.

Auch die Autonome Frauengruppe, die sich – dank Unterstützung des Frauenbüros und der Stiftung Siverdes – regelmäßig donnerstags vormittags dort treffen kann, wird ebenfalls dabei sein.

Das Frühlingsfest findet  in der Achtermannstr. 10, im C.U.B.A.-Innenhof  statt.

Ihr könnt Münsters Arbeitslosentreff auch telefonisch erreichen unter 0251/4140553, die Autonome Frauengruppe erwerbsarbeitsloser und Erwerbsarbeit suchender Frauen unter 0176 / 50195257.

Wer nicht bis zum 27.5. warten möchte findet die Angebote unter http://www.maltanetz.de

April 12, 2010 at 10:08 vormittags Hinterlasse einen Kommentar

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